Die Klunkermühle

Die Klunkermühle liegt etwa einen Kilometer südlich von Dienstedt an der Ilm, unterhalb der Wüstung Klunkersdorf. Sie gehört jedoch seit vielen Jahren auch zu Dienstedt.

1710 wollten ein Hans Hotzler und ein Nicol Kämpf aus Dienstedt "an obengedachten Orte bey Dienstedt eine Mühle mit zwey Mahlgängen und einen Öhlgang" bauen. Wiesentausch und Bau wurden genehmigt. Die vorher hier bestehende Mühle musste demnach schon länger nicht mehr bestanden haben denn man spricht auch von dem Neubau eines Mühlgrabens und eines Wehres.

Das Bett der Ilm lag zu dieser Zeit vermutlich weiter südlich. Hinweise zeigen sich im Wiesenbereich der Mühle. Möglicherweise begann auch hier die ehemalige Wasserkraftanlage und wurde in der Thüringer Sintflut 1613 vernichtet sodass Kämpf und Hotzler einen neuen Graben und ein neues Wehr bauen mussten.

Zur Mahlmühle gehört eine Schneidmühle.

1752-53 wird in Dokumenten des Amtes Paulinzella über einen Grundstückstausch zwischen der Kammer und Hans Georg Leutnitz aus Dienstedt in Bezug auf die Klunkerwiese berichtet.[1]

Im November 1908 ist die Klunkermühle bis auf die Schneidemühle restlos ausgebrannt. Ein Brandstifter konnte nicht ermittelt werden. Das Gebäude wurde wieder aufgebaut.

Mühlenbesitzer war Friedrich Grünthal. Er hatte drei Söhne und eine Tochter. Sein Sohn Alfred hat sich mit seinem schweren Motorrad zwischen Klunkermühle und Hettstedt tot gefahren. Sein Sohn Max ist beim abschmieren der Turbine tödlich verunglückt. Nachdem Friedrich Grünthal verstarb, heiratete Tochter Helene  Karl Staps. Ihr gemeinsamer Sohn Max Staps ist später verzogen.

Nachdem Karl Staps verstarb, heiratete Helene ein weiteres mal. Der neue Ehemann, Erich Ludwig war fortan Landwirtschafts- und Mühlenbesitzer.

Im Juni 2013 unterspülte die überflutete der Ilm eine Seitenwand der Klunkermühle, die daraufhin zusammenbrach.[2]

Quellen
  1. : Repertorium 1354 - 1899 (1914), Landesarchiv Thüringen - Staatsarchiv Rudolstadt, Bestandssignatur: 5-12-1060, Archivalien-Signatur: 5388
  2. Thüringer Allgemeine vom 03.06.2013 : https://www.thueringer-allgemeine.de/regionen/arnstadt/sandsaecke-gegen-die-erwartete-flutwelle-id219332707.html