Die Brücken über die Ilm

Die alte, aus Stein errichtete Bogenbrücke über die Ilm, stand oberhalb der damaligen Mühle. Sie dürfte eines der ältesten massiven Bauwerke im Ort gewesen sein. Über die Brücke führte die alte Straße von Erfurt, über den Weinberg, durch das Unterdorf, nach Rudolstadt, Saalfeld.

Die alte Straße von Weimar, dem Ilmtal entlang, zwischen Barchfeld und Dienstedt durch die Ilmfurth, mündete am Ortseingang auf die Erfurter Straße. Sie führte dann weiter durch das Oberdorf, über den Schweinemarkt, oberhalb der Klunkermühle, nach Stadtilm, Ilmenau.

Mit dem ersten Spatenstich 1835 wurde der Ilm ein neues Flussbett durch das Unterdorf bereitet. In den Jahren 1836 - 1838 wurde der Bau fortgesetzt und beendet. Durch den größeren Damm wurde verhindert, dass die Ilm bei jedem hohen Wasser über die Ufer tritt.

Zur gleichen Zeit wurde am Ortseingang eine neue Brücke über die Ilm gebaut. Nach den neuesten technischen Erkenntnissen, in einer modernen Stahlbaukonstruktion. Für die damaligen Verhältnisse mit einer sehr großen Tragfähigkeit.

Im Jahre 1838 erfolgte die Einweihung der neuen Brücke. Zur gleichen Zeit wurde die neuerbaute, befestigte, Staatsstraße Weimar - Ilmenau in Betrieb genommen (heutige Straße der Freundschaft).

Oberhalb der neuen Brücke wurde eine Wehranlage errichtet. Durch den Stau konnte das Wasser bedarfsmäßig in den Mühlgraben geleitet und zum Antreiben des Wasserrades, welches die Mühle in Betrieb setzte, genutzt werden.

Zu dieser Zeit wurde auch die alte, steinerne Bogenbrücke abgetragen. An dieser Stelle wurde ein Fußsteg über die Ilm gebaut, welcher die beiden Ortsteile rechts und links der Ilm miteinander verbindet.

Im Jahre 1964 wurde die Stahlbau-Brücke abgerissen und durch eine neue Spannbetonbrücke, mit einer größeren Tragfähigkeit ersetzt. Die Einweihung erfolgte im Jahr 1965.